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Willkommen in der Grauzone!

In einer Auflage von 500 prachtvollen Einzelexemplaren erblickte im Februar 2018 der Newcomer mit Bleiberecht das Licht dieser grausamen Welt. Bis auf wenige Ausgaben, ist diese Erstveröffentlichung mittlerweile komplett vergriffen.


Ihr habt lang genug gewartet, dass eine Zeitschrift erscheint, frei von gebiteten Themen und peinlichen Zeilen.

Der Tag ist gekommen, an dem eure Verzweiflungsschreie endlich erhört werden. Nicht von Gott, macht euch nichts vor. Drei (in kursiven Buchstaben: drei) Monate intensiver Organisation, Recherche, Selbstmedikation und anschließender Überzeugungs-, Schreib- und Gestaltungsarbeit liegen hinter mir.

Nunmehr schätze ich mich über die Maasen glücklich, den Newcomer mit Bleiberecht auch als Druckmittel veröffentlichen zu können – streng limitiert auf 500 (in kursiven Buchstaben: fünfhundert) Einzelexemplare. You Gotta Catch ´Em All! Und nun nennt ihr ein Stück deutscher Journalismusgeschichte euer Eigen; wie Goldnuggets schimmert es in euren Schmuddelhänden. Feinstes dreilagiges Toilettenpapier, frisch mit allerlei Schabernack und Schund liebevoll von Kinderhand bedruckt – und sogar beschnitten (Keine Sorge, es ist keine Kinderarbeit – wir bezahlen sie ja nicht dafür)! So farbenfroh wie Filme des großen Diktators (Charles Chaplin) und ausufernder als Boris Beckers Dispositionskreditrahmen. Ob gesellschaftskritische Freunde der Dichtkunst, biodeutsche Bastelfreunde oder boulevardpressenaffine Teenies – konzipiert als postmodernes LowLife-Magazin spätrömisch-dekadenter Gesinnung, bedient Der Goldene Schuß sie alle!

Der Goldene Schuß ist nicht die Zeitschrift, die ihr braucht. Der Goldene Schuß ist die Zeitschrift, die ihr verdient. Und dass ihr nun im Besitz dieses epochalen Werkes seid, ist einzig der Tatsache geschuldet, dass ich entgegen des gesamtgesellschaftlichen Mainstreams die Meinung vertrete, der Mensch bekomme NIEMALS das, was er verdient, sondern stets nur das, was er bezahlen kann! Und da diejenigen, die in der Lage wären, die Zeitschrift auch zu bezahlen, sie folglich nicht verdient hätten, habe ich mich zu einer kostenlosen Erstausgabe durchgerungen; wohlwissend, dass es entweder zu keiner zweiten Ausgabe mehr kommt oder der lesende Pöbel mit seiner Seele bezahlen möge, womit ich auch mehr als gut leben könnte.

Angesichts der bevorstehenden Affäre von Union und SPD habe ich mich als Verfechter des blinden und vorauseilenden Gehorsams dazu entschieden, unsere Glücksgefühle über die Koalitionsverhandlungen in einem knalligen Poster auszudrücken – zu finden in der Heftmitte (siehe Heftmitte). Überhaupt wurde bei der Gestaltung des Heftchens besondere Rücksicht darauf genommen, dass das Bildmaterial einen großen Anteil ausmacht. Der durchschnittliche Otto bzw. Leser soll schließlich in der Werbepause seiner Lieblingsharemverkuppelshow nicht von zu viel Text überfordert werden und auch Fastalphabeten sollen bei der Lektüre auf ihre Kosten kommen. Aber ich möchte eure grauen Zellen auch mit kniffligem Rätselspaß fordern: Werdet ihr Walter finden? Falls ja, findet ihr die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft Duisburg auf Seite 21 3/4 (in kursiven Buchstaben: einundzwanzigundeinpaarzerquetschte).

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die an der Entstehung und Veröffentlichung dieser Erstausgabe mitgewirkt haben. Und insbesondere denen, die von mir kompromisslos als Inspiration missbraucht wurden und auch weiterhin missbraucht werden (darauf gebe ich euch mein Ehrenwort – ich wiederhole: mein Ehrenwort!). Wenn ihr meine printgewordene Misanthropie mit einer klein- oder großzügigen Spende unterstützen wollt, haltet eure mobilen Abhörgeräte einfach vor eines dieser schicken Schwarzweiß-Labyrinthe. Für die Systemhuren biete ich eine Spendenmöglichkeit für echtes Geld (wow!) über meine Systemfreunde von PayPal an; Jungfrauen können mir auch diese neumodischen Botcoins schicken. Mit anderen Worten: Gebt mir euer Essensgeld!

Ferner besteht auch die Möglichkeit, eure Dues an mich mit eurem kostbaren (inkorporierten) kulturellen Kapital zu payen und somit aktiv an der Gestaltung dieses Blattes mitzuwirken: Schickt mir eure Beiträge, Nudes, Selfies und Kochrezepte einfach als elektronischen Brief an die folgende Postfachadresse: dergoldeneschusz@mail.de.

Das Porto übernehme ich. Thematisch, inhaltlich und gestalterisch sind euch keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich nehme ich euch auch gerne an die schwielige Hand, um eure halbfertigen All- und Ohnmachtsphantasien gemeinsam mit euch zu realisieren.

Und jetzt raus hier! Ich bin für den Rest des Monats in einer Besprechung oder zu Tisch. WO BLEIBT MEIN KAFFEE, VERDAMMT?!

Der Chefredakteur

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